Oberbechingen

Wir sind um 14.05 Uhr über Haunsheim und Unterbechingen nach  Oberbechingen gefahren; beim Gasthof „Adler“ geparkt; an 14.20 Uhr. Von Günters Familie ging niemand mit, schade. Wir marschierten gleich ab (jeder hatte eine kleine Umhängetasche, insgesamt vier Sunkist, Günter seine Digi-Spiegelreflexkamera und keiner einen Rucksack). Es ging vom Gasthof nach rechts und schon waren wir auf dem Bachtal-Radweg (BA). Alle Radwege sind hier asphaltiert.
Hagebutten
Hagebutten
Herbst
Herbst
Wir kamen an einer gebauten Grotte vorbei, die ein schöner religiöser Anziehungspunkt ist. Bald darauf unternahmen wir einen Abstecher auf den Buschelberg, auf dem ein schönes Haus mit Veranda und Terrasse steht; ein Tor versperrte natürlich den Zugang zum Grundstück. Hinter dem Grundstück befindet sich eine Keltenschanze. Wieder zurück auf den Radweg konnten wir in der Ferne die Burg von Altenberg, die Kapelle auf einem Berg bei Staufen, die Antoniuskapelle und in einer Mulde schon das  Dattenhauser Ried sehen. Auf einer Hinweistafel am Radweg steht folgendes: „Der Dattenhauser See – Das weite Tal – das nördlich unseres Standortes liegt – ist der Dattenhauser See. Mit einer Fläche von 267 Hektar ist er das größte Feuchtgebiet der östlichen Schwäbischen Alb. Der Dattenhauser See entstand in den Eiszeiten. Er ist als Naturschutzgebiet eingestuft. Die Entwässerung erfolgt lediglich über einen schmalen Geländeeinschnitt an der Ostseite des Tales. Die Riedlandschaft ist ein Rückzugsgebiet für viele Pflanzen und Tiere.“ Dann passierten wir rechter Hand einen großen Steinbruch, wo wohl die Firma Schwenk ihren Schotter und die verschiedenen Verputze herstellt. In einer großen Grube stand ein Bulldozer und eine Zerkleinerungsmaschine mit zwei Förderbändern (diese Maschine muss die großen Kalkfelsenbrocken zerkleinern).
Steinbruch
Steinbruch

Dann stießen wir auf einen Querweg und wir waren nun auf dem Donautal Alb-Radweg, der nach rechts nach Wittislingen – Lauingen und nach links nach Dattenhausen – Bachhagel führt. Auf diesen beiden Radwegen fuhren heute sehr viele Radler. Wir überquerten bald den Rostelbach und sahen vielen Bauern beim Pflügen und Eggen zu. Es herrschte ein emsiges Treiben. Ein alter Lanz-Bulldog kam uns entgegen, dessen eigenartiger  Motortakt der Ottwin mit seinem Diktiergerät aufnahm. So erreichten wir  Dattenhausen (16.50 Uhr) und ließen uns vor dem Friedhof auf einer Bank nieder (es war schon die siebte Bank) und ein Schluck Sunkist tat den trockenen Kehlen gut. Nun verließen wir den Radweg und strebten nach links und ohne Markierung dem Dattenhauser Ried zu. Wir passierten nochmals ein Feldkreuz (es gab sehr viele auf dieser Wanderung) mit einer Bank (so viele Bänke gibt es auf der Schwäbischen Alb nur auf vier oder fünf Wanderungen zusammen!). Dieses Feldkreuz sah ganz anders aus. Ein älteres Ehepaar ruhte auf der Bank aus und wir wechselten einige Worte.

Ausruhen
Ausruhen
Nun ging es auf einem Schotterweg hinein ins  Dattenhauser Ried. Wir durchstreiften bald auf einem Grasweg das Ried und eine Hinweistafel warnte uns zu großer Vorsicht: „Naturschutzgebiet – Unsichere Bodenverhältnisse – Betreten und Befahren für Unbefugte verboten! Landratsamt Dillingen a. d. Donau.“ Keiner von uns zwei wollte vom Weg abweichen: „Da packt uns wahrscheinlich eine Moorelfe und wir versinken in den Tiefen des Moores!“, sprachen wir. So ziemlich am Ende des Rieds sahen wir linker Hand einige Ziegen, die hier grasten. Wir kamen zu verfallenen Hütten und unter Latten und Brettern standen die Wrackteile eines alten verrosteten Autos (der Günter konnte die Marke nicht genau ausfindig machen. War es ein alter  Tempo Rapid?).
Tempo Rapid
Tempo Rapid
Dann begegnete uns ein älterer Mann, ein 82-jähriger Schäfer, der mit seinem Hund zu seinen Ziegen und weiter vorne zu seinen Gänsen unterwegs war, um sie zu füttern. Der Mann erzählte viel aus früheren Jahren und von den Schafmärkten und Schafverladungen auf den Bahnhöfen Gundelfingen, Lauingen und Heidenheim und wie das Verkaufen der Schafherden früher von sich ging. Die Zeit drängte, denn wir wollten noch bei Tageslicht zum  Gasthof „Adler“ kommen und der Günter sein Schnitzel mit Pommes und der Ottwin seinen Wurstsalat vertilgen, von denen wir schon lange schwärmten. Kurz vor Ende des Rieds sahen wir noch eine Fasanhenne, die uns neugierig beäugte. Um 18.35 Uhr schloss sich der Kreis auf dem Bachtal-Radweg und um 18.45 Uhr kamen wir wieder zu unserem Auto und der Gasthof „Alder“ hatte . . . schon geschlossen. Das trübte etwas unsere sehr gute Stimmung, hatten wir uns doch so auf eine Brotzeit im Biergarten gefreut.
Ziegen
Ziegen
Nach kurzem Überlegen machte der Günter den Vorschlag, dass wir zum Viehhof fahren sollten, während der Ottwin meinte, dass das  Pfannentalhaus ja fast auf dem Heimweg liegt. Wir einigten uns auf das Pfannentalhaus, das wir um 19.00 Uhr erreichten. Es war noch geöffnet, da eine Goldene Hochzeitsfeier stattfand. Im Nebenzimmer nahmen wir Platz und bestellten zum Trinken und der Günter bestellte für sich einen Schweizer Wurstsalat und der Ottwin einen kleinen normalen Wurstsalat. Das Essen mundete wunderbar. Nach Bezahlung brachen wir um 20.15 Uhr zur Heimfahrt auf. Wir fuhren noch kurz zu uns, wo der Ottwin den restlichen Zwetschgendatschi mitnahm und ab ging es zum Günter (an 20.35 Uhr). Bei einem Tässchen Kaffee schmeckte der Datschi und der Günter zeigte uns die vielen Bilder, die er heute aufgenommen hatte; mit dem Bildbearbeitungsprogramm Gimp zeigte mir der Günter, was man alles mit einem Bild anfangen kann. Er „verfälschte“ ein Bild so sehr, dass er es am liebsten bei Cewe in einem großen Format bestellt hätte. Wir schwärmten immer wieder von der heutigen Wanderung, die eine sonderbare und kuriose Nachmittags-Wanderung war. Wetter: Hochnebel, ab Nachmittag etwas Sonne und Wolken, leichter etwas frischer Nordostwind.

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