Mundingen

Abfahrt um 6.35 Uhr und in Niederstotzingen zum Bäcker (Brot, Zopf, Brezen). Weiter an Langenau vorbei, durch Bernstadt, Beimerstetten, Bermaringen, Asch, Blaubeuren (auf B 492), an Schelklingen vorbei, dann rechts ab über Weilersteußlingen, Tiefenhülen nach Frankenhofen (hier Umleitung Richtung Ehingen, da Straße nach Granheim gesperrt), dann über Dächingen, Granheim und Mundingen zum P Tiefental zwischen Mundingen und Erbstetten; an 8.25 Uhr; es steht wieder ein Tisch und zwei Bänke (ein bisschen duster); es gab ein Wienerle und eine Breze für jeden; auf einer Info-Tafel steht folgender Denkanstoß:
„Stille ist ein besonderes Geschenk in unserer hektischen Zeit. Die Abgeschiedenheit des Tales und die Geräusche des Baches geben die Möglichkeit zu inneren Einkehr. Tief durchatmen, für ein paar Momente den Alltag ausblenden und die Natur, das Wasser, die Luft bewusst wahrnehmen und genießen.“
Weitere Informationen findet sich unter  www.besinnungswege-ehinger-alb.de oder auch unter  www.biosphaerengebiet-alb.de.
Kleiner Wasserfall
Kleiner Wasserfall

Um 8.50 Uhr sind wir dann mit dem Wanderzeichen HW 7 roter Balken losmarschiert. Im Tiefental war es angenehm frisch und rechter Hand begleiteten uns viele kleine Weiher, in die Wasser aus vielen Brunnen floss. Das Rauschen war sehr angenehm. Nach Waldaustritt folgten wir dem Weg nach links und beim Kastanienbaum ging es rechts ohne Markierung weiter. Bald passierten wir das Musikerheim (9.25 Uhr) und kurz vorher hatten wir als Markierung die blaue Raute. Wir schlenderten gemächlich am Waldrand entlang und fotografierten, wie auf der ganzen Tour, immer wieder. Wir kamen zur Straße Mundingen – Lauterach. Hier ist der Parkplatz „Landgericht“, weil in diesem Gebiet früher das sogenannte Landgericht zur Schlichtung örtlicher Streitigkeiten tagte. Auf einer Bank verschnauften wir kurz. Wir waren jetzt auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung angelangt.

Ruhe und Gelassenheit
Ruhe und Gelassenheit
Ausruhen?
Ausruhen?
Wir marschierten weiter am linksseitigen Waldrand und kamen um 10.40 Uhr zur Straße Mundingen – Kirchen. Es ging ein Stück auf der Straße und auf einer Wiese sahen wir zwei Hasen zu, die herumtollten und dann wieder „Fangerles“ spielten; wer war der Schnellere und warum rannten die aneinander hinterher? Beim Markierungsschild „Rotsäule VI/I“ ging es in den Wald und wir waren jetzt im Bachtal, wo es ständig bergab ging. Links und rechts des Weges hatten wir immer ein Bächlein als ständigen Begleiter. Später waren auf der rechten Seite etliche Tümpel zu sehen. Bei Waldaustritt sahen wir das stattliche  Schloss Mochental. Für eine Besichtigung hatten wir natürlich keine Zeit. Weiter ging es mit der blauen Raute durch den kühlen Wald leicht bergan. Bei Waldaustritt konnten wir die Donaulandschaft, den  Bussen und das Kloster  Obermarchtal bewundern. Selbst mit dem Fernglas sahen wir die Alpen nicht; es war zu dunstig; bei klarer Sicht hätten wir sonst die ganze Alpenkette von den Schweizer Bergen, über Bregenzerwaldgebirge, Silvrettagipfel, Allgäuer und Lechtaler Alpen bis zur Zugspitze gesehen. Gleich darauf waren wir am Park- und Rastplatz Sauberg, an um 12.30 Uhr; hier stehen viele Tische und Bänke und es gibt auch eine Grillstelle.
Blick vom Sauberg zum Bussen
Blick vom Sauberg zum Bussen

Das lud uns zum Mittagessen ein. Es gab Brot, Wurst, Käse, Radieschen und Tomaten. Eine Tasse heißen Kaffee mit etwas Gebäck rundete das herrliche Essen ab. Um 13.50 Uhr verließen wir mit vollem Bauch den sehr schönen Rastplatz. Wir überquerten die Straße und von der blauen Raute geleitet, schlenderten wir am linken Waldrand entlang genüsslich waldabwärts. Mit unserem Diktiergerät nahmen wir ein paar Vogelstimmen  (Rotkehlchen) auf. Auf einem breiten Weg überquerten wir ein Wiesental und unmittelbar nach Waldeintritt ging es scharf nach links und bald darauf auf einem schmalen Trampelpfad hinab ins Wolfstal. Nach zehn Minuten waren wir dann am Parkplatz im Lautertal, direkt an der Lauter. Es war ziemlich ruhig hier, nur eine Wandergruppe zog vorbei und ins Wolfstal. Auf einer Bank tranken wir ein Tässchen Kaffee.

Der gab uns wieder Kraft. Neben dem Parkplatz steht eine Hütte mit einer großen Tuffsteinsäge; nur zum Betrachten. Nun ergänzten wir die Tour (15.30 Uhr; Nr. 26 Lauterach) und es ging steil und rutschig hinauf zum Hochberg. Es war so rutschig, dass wir nur mühsam vorwärts kamen. Endlich waren wir nach einer guten halben Stunde oben; 661 m ü N. N.. Vom Aussichtspunkt überraschte uns ein überwältigendes Panorama von Obermarchtal über den Bussen ins weite Oberland und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Leider steht die Schutzhütte nicht mehr, aber weiterhin der Bismarckstein von 1870 und ein großes Kreuz von 1983.

Bismarckstein
Bismarckstein

Nach einer halben Stunde des Staunens erfolgte auf einem Teersträßchen der Abstieg. Um 16.50 Uhr schlenderten wir durch Talheim, einem stillen Ort. In einem Hof steht eine alte Eisenbahnschranke und ein altes Formsignal. Nun gingen wir nach dem Ort unmarkiert nach links und trafen bald wieder auf den Teerweg, der auch von Talheim kommt. Wir folgten weiter dem Wanderzeichen und unter der Bahn hindurch zum Donauufer. Hier links weiter und wir sahen, dass noch vor wenigen Tagen die Donau hier alles überschwemmt hatte. Links vom Eisenbahngleis steht noch das alte Bahnwärterhäuschen, das zurzeit renoviert wird. Wir kamen zur Lautermündung: die Lauter ist 42 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 160 Meter. Wenige Schritte weiter führte uns der Wanderweg wieder unter der Eisenbahn hindurch und dann nach links. Wir passierten das Wasserkrafthaus, das Strom für das Kloster in Obermarchtal erzeugt. Flotten Schrittes ging es an der Lauter entlang, die noch immer ziemlich Wasser führte.

Wasser
Wasser

Wir kamen nach  Lauterach. Beim Gasthaus Engel gingen wir nach links und am Forsthaus vorbei und wieder in den Wald. Um 18.40 Uhr kamen wir zum neu angelegten Kinderspielplatz mit  Infomartionszentrum Lauterach, das aber geschlossen war und auch sonst hielt sich niemand hier auf. Das Informationszentrum hat von Anfang März bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Auf einer Bank machten wir nun nochmals Brotzeit. Hatten wir schon wieder Hunger? Ein bisschen schon und die Wurst und der Käse und die Tomaten mussten schließlich gegessen werden, sonst hätten wir sie wieder mit nach Hause nehmen müssen. Gut gestärkt machten wir uns auf zur letzten Etappe.

Bald war der Parkplatz an der Lauter erreicht und ab 19.20 Uhr genossen wir noch die Ruhe im Wolfstal. Wir waren hier ganz allein. Um 20.20 Uhr war die sehr schöne Wanderung zu Ende. Nach 10 Minuten starteten wir zum Parkplatz Sauberg. Aber hier waren sehr viele Leute mit Musik und das passte uns nicht. So fuhren wir weiter Richtung Ehingen. An der Abzweigung zum Schloss Mochental stand Tisch und Bänke neben einem Radweg und wir wollten schon auspacken, als der Günter rief, dass es hier Millionen von Schnecken gibt; also auch nichts. So fuhren wir direkt zum Parkplatz Mochental und blieben dort (20.45 Uhr). Niemand war weit und breit zu sehen. So ließen wir uns nun Kaffee, Zopf und Marmelade schmecken und die Wanderung nochmals Revue passieren.

Nach einer Stunde mussten wir doch zu unserer Heimfahrt aufbrechen. Wir fuhren weiter Richtung Ehingen, kurz vorher auf die B 311 und dann auf die B 492 bis Blaubeuren. Dann weiter nach Sonderbuch und Asch bis zum Parkplatz Bermaringen. Hier haben wir nochmals die Füße vertreten und um 22.45 Uhr mussten wir doch weiter heimwärts, obwohl Günter keine so rechte Lust hatte. Er wäre am liebsten nochmals gewandert. Die Fahrt ging nun schon bei tiefer Nacht über Beimerstetten, an Langenau vorbei, durch Rammingen, nicht nach Lindenau, sondern über Niederstotzingen und Obermedlingen in unser Heimatstädtchen; an 23.25 Uhr. Schnell alles ausgeladen, nochmals geratscht (wir wussten noch immer einiges zu berichten) und nach gut einer halben Stunde machte sich der Günter auf den Heimweg. Der schöne und erlebnisreiche Tag war schon wieder Vergangenheit; sehr schade! Das Wetter: ab Gundelfingen bis Bernstadt herrschte dichter Nebel, dann aber schien immer wieder die Sonne und nur ein paar Wolken zogen vorüber; es war auch nicht zu heiß.

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