Bissingen

Bereits um 5.05 Uhr aufgestanden. Um 6.55 Uhr zum Günter gefahren und dort den Rest eingeladen. Schon steuerte Günter den R 19, ab um 7.10 Uhr. Es ging über Brenz und in Hürben mussten wir schon wegen eines Unfalls oder Brandes die erste Umleitung fahren. Es ging durchs Lontal und über Bissingen und so kamen wir nach Dettingen (Metzger, Bäcker). Über Heuchlingen, Altheim, Bräunisheim, Türkheim und nach Anhausen fuhren wir zum Polizeifunkturm hinauf und verdrückten ein Wienerle mit einer Breze. Danach ging die Fahrt weiter und der Himmel verdunkelte sich immer mehr; „wird das heute noch ein Regentag“, fragten wir uns. Über Bad Ditzenbach, Wiesensteig, an der Ruine Reußenstein und am Randecker Maar vorbei und so kamen wir nach Bissingen, an am Parkplatz am Dorfsee um 9.35 Uhr.

Schon nach 10 Minuten marschierten wir ab, zuerst ging es noch auf einem Asphaltweg, der jedoch am Schützenhaus endete. Nun begann ein steiler und teilweise sehr rutschiger Aufstieg auf einem teilweise sehr schmalen Pfad. Der Pfad war zudem auch noch manchmal sehr schräg. Wir überschritten die Ochsenwanger Steige und bald ging es nicht mehr so steil und um 11.10 Uhr hatten wir es geschafft. Wir waren auf dem Breitenstein mit seiner herrlichen Sicht weit ins Land hinaus. Wir hatten nun einen Höhenunterschied von 400 m bewältigt. Wir stärkten uns auf einer Bank mit Tisch, teils im Schatten, teils in der Sonne. Es gab Brot, Wurst, Radieschen, Tomaten und anschließend noch ein Tässchen Kaffee.

Wir stiegen wieder zur Aussichtskante hinauf und schauten mit dem Fernglas rund 30 km in die Ferne (Stuttgarter Fernsehturm, Burg Teck, Burgruine Hohenneuffen, die Kaiserberge und vieles mehr). Dieser Blick vom Breitenstein ist schon einmalig.

Burg Teck
Burg Teck

Um 13.10 Uhr verließen wir den Breitenstein, schlenderten durch den Parkplatz, überquerten die Straße kurz vor Ochsenwang und marschierten auf einem Teersträsschen zum Erholungsheim Diepoldsburg (13.55 Uhr). Auf einem schattigen Waldweg suchten wir vergebens nach den Felswänden der Ruine Diepoldsburg. Kurz vor der Ruine Rauber nahmen wir auf einer Bank mit Tisch Platz und machten Brotzeit (14.10 Uhr – 14.55 Uhr). Nach wenigen Schritten gingen wir über einen Steg zur Ruine Rauber, die gut restauriert ist.

Ruine Rauber
Ruine Rauber

Nun führte uns ein feuchter Zickzackpfad hinunter zum Sattelbogen. Hier ging es am Rastplatz vorbei schon gleich wieder waldaufwärts und kamen zum Gelben Felsen (16.20 Uhr). Wegen einiger Kletterer wagten wir uns nicht so weit nach vorne, aber die Aussichten sind immer wieder faszinierend. Wir trabten weiter auf dem Pfad und kamen unvermittelt auf einen breiten Weg, der uns zur Burg Teck führte (16.45 Uhr). Auch hier genossen wir wieder die herrliche Aussicht. Wir stiegen nicht auf den Turm, dem Günter juckte schon ein Wurstsalat! Hatte er etwa Hunger? Obwohl der Papa zustimmte, ließen wir den Wurstsalat sein. Auf einer Bank mit Tisch aßen wir das restliche Brot und das ohne Wurst! Um 17.30 Uhr verließen wir die Burg Teck wieder. Den Abstieg zu der durch alte Sagen bekannten Sibyllenhöhle ließen wir aus. Wir gingen die wenigen 100 Meter zurück und auf einem breiten Weg kamen wir nach einer halben Stunde zum Hörnle. Dort waren viele vornehm gekleidete Leute (vielleicht eine Geburtstagsfeier) und Leute mit Wohnmobilen und dann waren noch etliche Modellflieger. Einem schauten wir mit staunenden Blicken zu, der sein Modellflugzeug in große Höhen und dann wieder nur wenige Meter über dem Erdboden dahinsaußen ließ. Das ist schon ein faszinierender und auch teurer Sport und es braucht wohl seine Zeit, bis man die Steuerung der Modellflugzeuge richtig beherrscht.

Blick von der Teck
Blick von der Teck

Bereits um 18.15 Uhr verließen wir den aussichtsreichen Bergsporn auf einem Wiesenpfad nach links und am Waldrand nach rechts bergab. So allmählich kamen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt. Der Weg zum Auto gestaltete sich noch etwas schwierig, mal ging es auf einer Straße nach rechts und dann wieder zurück und schließlich erklärte uns eine Frau den Weg. Wir gingen an vielen Krautgärten vorbei, wo uns große und kleine Tomaten anlachten, aber wir nahmen natürlich keine mit. Wir sind bestimmt von den Leuten in den Häusern beobachtet worden. Dann doch um 19.00 Uhr am Auto an.

Nach wenigen Minuten fuhren wir schon ab und gelangten über Ochsenwang um 19.15 Uhr zu unserem Parkplatz. Wir ließen uns nun Kaffee, Zopf und Marmelade trotz eines Bauern, der mehr Bart als Gesicht hatte und dürres Holz zum Grillen herrichtete, schmecken. Der Abend neigte sich zu Ende und es wurde kühl. So starteten wir um 20 Uhr zur Heimfahrt. Wir fuhren über Schopfloch und dann auf die B 465 und B 28, die wir bei Suppingen verließen. Weiter über Berghülen und Asch. Wir hielten am Parkplatz Bermaringen noch kurz an, inzwischen war es schon Nacht geworden. Tomerdingen, Beimerstetten und wegen einer Umleitung Albeck, Rammingen, Niederstotzingen und Brenz kamen wir um 21.35 Uhr wieder wohlbehalten zuhause an.

Es war eine schöne Wanderung, aber die vielen Auf- und Abstiege auf feuchtem und rutschigem Pfad machten dem Papa das Leben schon ein bisschen schwer. Er hat aber alles, dank der Hilfe vom Günter gut gemeistert. Nach einem kurzen Ratsch ging der Günter um 22.35 Uhr nach Hause.

Wetter: vormittags dunkle Wolken, dann bewölkt und auch sonnig, angenehm warm.

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